Tapetenmanufaktur

Weltweit einmalig: Duftende Tapeten!

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Erste Sächsische Tapetenmanufaktur ihre Blütezeit und fabrizierte hier innovative und ausgefallene Wandbeläge.

Die Manufaktur befand sich im Hinterhaus.  Eine Besonderheit waren die von Gustav Hähnel in einem "weltweit einmaligen Verfahren " hergestellten "Tapeten mit Geruch". Dabei erhielten die Käufer der Tapeten sogar eine zweijährige Garantie auf die stetige Duftabgabe. Besonders gefragt sollen damals Tapeten mit Rosenmuster gewesen sein, die dazu passend einen Rosenduft verströmten.

Ein Mitarbeiter der Tapetenmanufaktur war der Tapezierer Edmund Klemmt der mit seiner Familie von 1920 bis 1941 im Anbau des Vorderhauses lebte. Seine Tochter Asta Ella Ernestine Dehmelt, geborene Klemmt, gebar hier in der elterlichen Wohnung am 9. September 1922 den späteren Nobelpreisträger.

In den Adressbüchern der Stadt Görlitz taucht die Tapetenfabrik nach 1935 dann allerdings nicht mehr auf.

 


Historisches Foto mit freundlicher Genehmigung der Sammlung Lothar Kaulfers, Görlitz.